Tomate

Solanum lycopersicum

Balkon Garten Sonne Mittel

Passend zu Tomate

Alle passenden Artikel →

Steckbrief

Pflanzengruppe
Wärmeliebendes Fruchtgemüse
Wuchs & Habitus
Krautige bis an der Basis verholzende Pflanze; Stabtypen wachsen aufgeleitet hoch, Busch- und Ampeltypen kompakter oder überhängend.
Laub
Grüne, behaarte, unregelmäßig gefiederte Blätter mit dem typischen Tomatengeruch bei Berührung.
Familie
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Herkunft
Kulturpflanze mit Ursprung im westlichen Südamerika
Wuchshöhe
Je nach Sorte etwa 0,3–2 m oder höher; Stabtypen brauchen Halt
Blüte
Meist Mai–September; gelbe Blüten in Trauben
Toxizität
Reife Früchte essbar; Laub und Stängel nicht verzehren. Sie enthalten Glykoalkaloide, vor allem Tomatin.

Pflegekalender

Blattaustrieb

  1. Jan
  2. Feb
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Aus der Frühjahrsaussaat entwickeln sich laufend neue Blätter und Triebe. Stabtomaten wachsen bei passenden Bedingungen weiter; Buschtomaten begrenzen ihr Längenwachstum sortentypisch.

Blüte / Blütenentwicklung

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Gelbe Blüten erscheinen in Trauben. Beginn und Dauer hängen von Sorte, Aussaat und Kultur ab; geschützter Anbau kann früher starten als das Freiland.

Blattabwurf

Kein regelmäßiger herbstlicher Blattabwurf wie bei einem Laubbaum. Tomaten werden hier meist einjährig kultiviert; Kälte und Frost beenden die Freilandsaison.

Schnitt & Wuchsform

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Stabtomaten regelmäßig anbinden und junge Achseltriebe nach gewählter Erziehung entfernen. Busch- und Ampeltomaten nicht pauschal ausgeizen.

Orientierung für Deutschland und Mitteleuropa. Standort, Witterung, Art und Sorte verschieben die Zeitfenster; bei Zimmer- und Kübelpflanzen zählt auch das Winterquartier.

Ihr Pflegeplan im Jahreslauf

  • Gleichmäßig gießen

    Monate: Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep · Okt

    Ballenfeuchte regelmäßig prüfen und den Wurzelbereich bei Bedarf durchdringend versorgen. Wasser muss ablaufen können. Große Pflanzen im sonnigen Kübel häufiger kontrollieren; das Laub beim Gießen möglichst trocken halten.

  • Etikett und Vorversorgung zusammen planen

    Monate: Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep

    Der verknüpfte Tomaten-Dünger nennt März bis September und Gaben bis zur Fruchtreife während der Vegetationszeit. Seine Dosierung gilt produktspezifisch; Jungpflanzen beginnen laut Etikett mit halber Stärke. Vordüngung der Erde und bereits gegebene Nährstoffe mitrechnen.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Vorziehen, topfen und auspflanzen

    Monate: Mär · Apr · Mai · Jun

    Sämlinge mit echten Blättern einzeln topfen, hell weiterkultivieren und vor dem Auspflanzen abhärten. Draußen meist ab Mitte Mai, in kühlen Lagen später. Unveredelte Pflanzen können tiefer gesetzt werden; bei veredelten bleibt die Verbindungsstelle oberhalb der Erde.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Reif ernten und die Saison abschließen

    Monate: Jul · Aug · Sep · Okt

    Früchte entsprechend ihrer Sorte ausfärben lassen und regelmäßig pflücken. Bei grün abreifenden Sorten auch Reifezeichnung und Nachgiebigkeit beachten. Vor Frost gesunde, ausreichend entwickelte Früchte zum Nachreifen abnehmen; kranke Früchte aussortieren. Die Pflanze wird hier gewöhnlich nicht überwintert.

Die markierten Monate sind Orientierung, keine festen Termine. Beobachten Sie Pflanze, Ballen und Witterung; Gießen, Düngen und Umtopfen richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Pflegeintensität im Jahresverlauf

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Saisonale Orientierung für Deutschland. Standort, Witterung und Art bestimmen den Bedarf. Auch im Winter die Feuchte prüfen; die Markierungen sind kein Düngeplan.

Hauptpflege Aktiv Reduzierte Pflege

Pflege-Tipps

  • Für die Aussaat am Fenster reicht meist Mitte bis Ende März; reichlich Licht hält Jungpflanzen kompakt.
  • Stab- oder Buschtomate bestimmen, bevor Seitentriebe entfernt werden.
  • Reife hängt von der Sorte ab: Auch gelbe, orange oder grün abreifende Früchte können erntereif sein. Unreife Früchte sind nicht allein wegen der Farbe mit grünreifen Sorten gleichzusetzen.

Früchte & Ernte

Frucht- und Samenbildung

Tomaten sind botanisch Beeren. Form, Größe und Reifefarbe unterscheiden sich je nach Sorte: Nicht jede reife Frucht ist rot. Gleichmäßige Wasserversorgung unterstützt eine störungsarme Fruchtentwicklung.

Ernte und Verwendung

Früchte bei sortentypischer Reife vorsichtig pflücken. Ernte regelmäßig kontrollieren; Wärme und Anbau unter Glas verändern den Zeitpunkt. Grüne Pflanzenteile sind kein Erntegut und gehören nicht in die Küche.

Pflanzenwissen auf einen Blick

Standort, Nutzen & Besonderheiten

Standort & Boden

Sonnig, warm und vor starkem Wind geschützt. Im Freiland ist ein luftiger Regenschutz hilfreich; im Gewächshaus regelmäßig lüften. Ein durchlässiger, zugleich wasserspeichernder Boden und ausreichend Wurzelraum erleichtern eine gleichmäßige Versorgung. Erst nach Abhärtung und Ende der örtlichen Frostgefahr ins Freie pflanzen.

Besonderheiten

Wuchstyp und Fruchtform sind zwei verschiedene Dinge: Eine Kirschtomate kann eine hohe Stabtomate oder eine kompakte Buschtomate sein. Die Sortenwahl bestimmt deshalb Rankhilfe, Platzbedarf und Schnitt. Dauernde Nässe auf dem Laub sowie große Feuchteschwankungen im Ballen möglichst vermeiden.

Nutzen

Reife Früchte lassen sich frisch naschen, für Salate schneiden oder zu Sauce verarbeiten. Verschiedene Reifezeiten und Fruchtformen erweitern die Ernte über viele Wochen. Im Kübel kann schon eine passend gewählte Pflanze einen sonnigen Balkon zum kleinen Naschgarten machen.

Partner & Symbiosen

Tomatenblüten sind meist selbstfruchtbar. Windbewegung und die Vibration von Hummeln erleichtern die Pollenfreisetzung; eine zweite Sorte ist zur Fruchtbildung gewöhnlich nicht nötig. Begleitpflanzen sind nach Licht- und Platzbedarf auszuwählen, nicht als zugesicherter Schutz vor Krankheiten.

Schnitt & Wuchsform

Stabtomaten werden an einem oder bewusst mehreren Haupttrieben aufgeleitet. Buschtomaten bilden viele kurze, ertragsfähige Triebe. Deshalb richtet sich jede Schnittentscheidung nach der Sorte und nicht allein nach der Größe oder Farbe ihrer Früchte.

  1. 1. Zuerst den Wuchstyp feststellen

    Saatguttüte oder Pflanzenschild prüfen: Stabtomaten wachsen weiter in die Länge, Buschtomaten bleiben begrenzter. Kleine Früchte allein machen eine Sorte noch nicht zur Buschtomate.

  2. 2. Stabtomaten gezielt ausgeizen

    Kleine Triebe in der Achsel zwischen Blatt und Haupttrieb entfernen, wenn eintriebig gezogen wird. Blütenstände und Haupttrieb erkennen und erhalten. Kräftige Pflanzen können nach Plan mehrtriebig erzogen werden.

  3. 3. Buschtomaten wachsen lassen

    Bei Busch-, Zwerg- und Ampeltypen die fruchttragenden Seitentriebe überwiegend erhalten. Bei schweren Fruchtständen stützen. Nur geschädigte oder störend auf dem Boden liegende Blätter gezielt abnehmen.

  4. 4. Zum Saisonende maßvoll lenken

    Bei Stabtomaten kann im Spätsommer die Spitze oberhalb des letzten noch ausreifenden Fruchtstands begrenzt werden. Gesunde Blätter für die Versorgung behalten; nicht die ganze Pflanze kahl schneiden.

Handelsformen

Diese Übersicht erklärt gärtnerische Angebotsformen. Sie zeigt keine aktuelle Verfügbarkeit im GREEN24-Shop.

Wurzelware

Für dieses Profil nicht typisch

Für den üblichen Einkauf keine passende Standardform; empfindliche Jungpflanzen mit geschütztem Wurzelballen wählen.

Ballenware

Gängige Form

Jungpflanzen im kleinen Kultur- oder Pressballen zum Weiterkultivieren; keine schwere Baumschul-Ballenware.

Containerpflanze

Gängige Form

Topfpflanze oder bereits größere, teils blühende Tomate im Kübel. Sorte, Wuchstyp und mögliche Veredelung prüfen.

Jungpflanze

Gängige Form

Kompakte, kräftige Jungpflanze aus Aussaat oder als veredelte Pflanze; lange weiche Triebe vermeiden.

Strauch

Für dieses Profil nicht typisch

„Buschtomate“ bezeichnet den begrenzten Wuchstyp, keine verholzte Strauchware.

Stammbusch

Für dieses Profil nicht typisch

Mehrtriebige Erziehung ist möglich, aber kein Stammbusch im Sinn einer Baumschul-Handelsform.

Halbstamm

Für dieses Profil nicht typisch

Keine übliche Handelsform für Tomaten; Rankhilfe und Stängel werden nicht zum Halbstamm.

Hochstamm

Für dieses Profil nicht typisch

Eine hoch aufgeleitete Stabtomate ist kein Hochstammgehölz.

Formgehölz

Für dieses Profil nicht typisch

Keine Formschnittpflanze. Die Erziehung richtet sich nach Licht, Tragkraft und Fruchtbildung.

Vermehrung & Veredelung

Vermehrung

Üblich ist die Aussaat im Frühjahr. Für den normalen Freilandstart in Mitteleuropa reicht oft Mitte bis Ende März an einem hellen, warmen Platz. Gesunde Seitentriebe können als Stecklinge bewurzeln. Samen samenfester Sorten bleiben bei passender Bestäubung weitgehend sortentypisch; F1-Nachkommen können dagegen deutlich aufspalten.

Veredelung

Veredelte Tomaten verbinden die gewünschte Fruchtsorte mit einer ausgewählten Wurzelunterlage. Ihre Eigenschaften gelten nur für die konkret benannte Kombination, nicht als Schutz vor allen Krankheiten. Die Veredelungsstelle über der Erde lassen und Austriebe der Unterlage entfernen.

Arten & Sorten

Stabtomaten · cordon types

Indeterminiert: wachsen weiter und benötigen Halt sowie eine bewusste Trieberziehung. Dazu zählen viele Salat-, Kirsch- und Fleischtomaten.

Busch- und Ampeltomaten · bush and trailing types

Determiniert oder kompakt verzweigt; Seitentriebe tragen zur Ernte bei. „Tumbling Tom Red“ ist ein Beispiel für überhängende Kultur.

Gardener's Delight

Rotfrüchtige Kirschtomate für die Aufleitung als Stabtomate. Ein kleines Fruchtformat bedeutet hier keine kleine Pflanze.

Sungold F1

Orange abreifende Kirschtomate für Stabkultur. Als F1-Hybride liefert sie bei eigener Samengewinnung keine verlässlich identischen Nachkommen.

Green Zebra

Grün gestreift abreifende Sorte: Reife zusätzlich an der sortentypischen Aufhellung und leichten Nachgiebigkeit beurteilen, nicht an roter Farbe.

San Marzano

Längliche, fleischige Früchte für Sauce und Verarbeitung. Bei Saatgut auf die genaue Sortenbezeichnung und die Hinweise zur Wuchsform achten.

Schädlinge & Krankheiten

Die Merkmale helfen bei der ersten Einordnung. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen; eine Behandlung setzt eine passende Diagnose voraus.

Kraut- und Braunfäule

Sich rasch ausbreitende braune Blatt- und Stängelflecken sowie geschädigte Früchte besonders nach feuchtem Wetter prüfen. Regenschutz, trockeneres Laub und gute Luftbewegung senken den Befallsdruck, ersetzen aber keine Diagnose.

Blütenendfäule

Eine dunkle eingesunkene Stelle am unteren Fruchtende ist häufig eine physiologische Störung. Calcium erreicht die Frucht nicht ausreichend, etwa bei ungleichmäßiger Wasserversorgung. Nicht automatisch mehr Dünger oder Kalk geben.

Geplatzte Früchte

Starke Schwankungen zwischen Trockenheit und hoher Wasseraufnahme können die Fruchthaut aufreißen lassen. Gleichmäßige Feuchte und rechtzeitige Ernte helfen; die Empfindlichkeit ist sortenabhängig.

Weiße Fliegen und Blattläuse

Junge Triebe und Blattunterseiten auf saugende Insekten und Honigtau prüfen. Im Gewächshaus früh kontrollieren; auch vorhandene Nützlinge berücksichtigen.

Blüten fallen ohne Fruchtansatz

Hitze, ungünstige Luftfeuchte und gestörte Bestäubung können den Ansatz begrenzen. Gewächshaus lüften, Wasserbedarf prüfen und Blütenbewegung ermöglichen; eine Extra-Düngergabe allein löst das Problem nicht.

Winterhärte · USDA

Saisonkultur

Saisonkultur: Frosttermine, Bodenwärme und Reifezeit zählen.

USDA-Zonen beschreiben langfristige mittlere Winterextreme. Kübel, Jungpflanzen, Nässe, Wind und Spätfrost erfordern eine eigene Einschätzung.

USDA-Zonen und Landkarten verstehen →

Pflanze im Detail

Tomatenblüte im Detail
Blüte

Tomatenblüte im Detail

Blüte einer Tomate (Solanum lycopersicum) mit noch anliegenden Kronblättern und behaarten Kelchblättern.

Jake7401 · Public domain (PD-user) · Bildquelle

Botanische Merkmale können je nach Alter, Art und Sorte abweichen.

Passende GREEN24-Produkte

Passende Dünger und Substrate für Ihre Pflanzenpflege.