Frangipani · Plumeria

Plumeria spp.

Zimmer Balkon Sonne StrauchMittel

Passend zu Frangipani · Plumeria

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Steckbrief

Pflanzengruppe
Tropisches Blütengehölz mit sukkulenten Trieben
Wuchs & Habitus
Locker verzweigter Strauch bis kleiner Baum. Dicke, empfindliche Triebe tragen Blätter und Blüten überwiegend an den Enden.
Laub
Einfache, meist längliche Blätter an den Triebspitzen. P. rubra ist laubabwerfend; P. obtusa und andere Arten können unter warmen Bedingungen belaubt bleiben.
Familie
Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Herkunft
Tropisches Amerika: Mexiko bis nördliches Südamerika und Karibik
Wuchshöhe
Im Kübel häufig etwa 1–3 m; Art, Sorte, Alter und Platz bestimmen die Größe
Blüte
In mitteleuropäischer Kultur häufig Juli–Oktober; Art, Sorte und Bedingungen entscheiden
Toxizität
Nicht verzehren. Milchsaft kann Haut und Augen reizen; beim Schneiden Handschuhe tragen und Kinder sowie Tiere fernhalten.

Pflegekalender

Blattaustrieb

  1. Jan
  2. Feb
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Nach der Ruhephase erscheinen an den Triebspitzen neue Blätter. Beginn und Tempo folgen Wärme, Licht und Art; nicht jede Pflanze treibt im selben Monat aus.

Blüte / Blütenentwicklung

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. OktOrientierungszeitraum
  11. Nov
  12. Dez

Unter mitteleuropäischen Bedingungen liegt die Blüte häufig im Sommer bis Herbst. Sorte, Pflanzenreife, Licht und Überwinterung beeinflussen, ob und wann sich Knospen öffnen.

Blattabwurf

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. OktOrientierungszeitraum
  11. NovOrientierungszeitraum
  12. DezOrientierungszeitraum

Plumeria rubra wirft zur Ruhephase häufig ihre Blätter ab. Immergrüne oder halbimmergrüne Arten wie P. obtusa können sie bei passenden warmen Bedingungen behalten; Blattfall ist kein einheitlicher Pflichttermin.

Schnitt & Wuchsform

  1. Jan
  2. FebOrientierungszeitraum
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Nur bei Bedarf vor dem neuen Austrieb kürzen oder beschädigte Partien behandeln. Gesunde Triebspitzen möglichst erhalten; starke Verjüngung und viele Wunden vermeiden.

Orientierung für Deutschland und Mitteleuropa. Standort, Witterung, Art und Sorte verschieben die Zeitfenster; bei Zimmer- und Kübelpflanzen zählt auch das Winterquartier.

Ihr Pflegeplan im Jahreslauf

  • Nach Wachstum und Feuchte gießen

    Monate: Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep · Okt

    Während des belaubten Wachstums den Ballen prüfen und bei Bedarf durchdringend gießen. Vor der nächsten Gabe abtrocknen lassen und überschüssiges Wasser entfernen. Bei kühleren Bedingungen wird deutlich weniger verbraucht.

  • Nur aktiv wachsende Pflanzen düngen

    Monate: Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep · Okt

    Der verknüpfte Frangipani-Dünger nennt März bis Oktober und ein bis zwei Wochen Abstand während der Vegetation. Dosierung und Hinweise seines Etiketts anwenden; vorhandene Nährstoffe der Erde mitrechnen. In der Ruhe nicht weiterdüngen.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Wurzelraum vor dem Austrieb prüfen

    Monate: Feb · Mär · Apr

    Bei Bedarf im ausgehenden Winter oder Frühjahr in ein passend größeres Gefäß umsetzen. Einen gut durchlässigen Aufbau wählen und gesunde Wurzeln erhalten. Frische Erde kann bereits Nährstoffe enthalten; ihre Hinweise zur Nachdüngung beachten.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Ruhephase und Blattzustand beachten

    Monate: Okt · Nov · Dez · Jan · Feb

    Vor kühlen Nächten ins geeignete helle Winterquartier bringen. Blattlose ruhende P.-rubra-Pflanzen fast trocken halten und nicht düngen. Belaubte, wärmer stehende Arten regelmäßig prüfen und sparsam nach tatsächlichem Bedarf versorgen; Staunässe vermeiden.

Die markierten Monate sind Orientierung, keine festen Termine. Beobachten Sie Pflanze, Ballen und Witterung; Gießen, Düngen und Umtopfen richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Pflegeintensität im Jahresverlauf

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Saisonale Orientierung für Deutschland. Standort, Witterung und Art bestimmen den Bedarf. Auch im Winter die Feuchte prüfen; die Markierungen sind kein Düngeplan.

Hauptpflege Aktiv Reduzierte Pflege

Pflege-Tipps

  • Art und Sortenname prüfen: Nicht jede Frangipani wirft im Winter die Blätter ab.
  • Beim Frühjahrsaustrieb die Wassergaben langsam an den tatsächlichen Verbrauch anpassen.
  • Eine fehlende Blüte beweist keinen Nährstoffmangel; Licht, Reife und einen möglichen Schnitt mitbeurteilen.

Früchte & Ernte

Frucht- und Samenbildung

Frangipani kann nach Bestäubung längliche Samenfrüchte entwickeln. In der Zimmer- und Kübelkultur bleibt der Blütenschmuck meist wichtiger als der Fruchtansatz; Früchte sind für eine erneute Blüte nicht nötig.

Ernte und Verwendung

Keine Nahrungsernte. Samen dienen der Vermehrung, während Stecklinge die Eigenschaften einer Sorte besser erhalten. Bei Arbeiten an der Pflanze den austretenden Milchsaft nicht an Haut oder Augen bringen.

Pflanzenwissen auf einen Blick

Standort, Nutzen & Besonderheiten

Standort & Boden

Sehr hell, sonnig und warm; nach dem Winter schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Im Sommer ist ein geschützter Platz im Freien möglich, im Winter ein heller Innenraum oder Wintergarten. Gefäß und Substrat müssen überschüssiges Wasser abführen. Die Pflanzen sind nicht winterhart; für die Gruppe ist ein Winterplatz bei mindestens etwa 15 °C eine vorsichtige Orientierung, Art und Blattzustand bleiben entscheidend.

Besonderheiten

Frangipani ist eine Gattung mit verschiedenen Arten und vielen Kultivaren. Blattabwurf, Wuchs und Blütenduft sind daher nicht bei jeder Pflanze gleich. Die kräftigen Triebe speichern Wasser, sind aber bruch- und fäulnisempfindlich. Eine blattlose Ruhephase verlangt einen anderen Gießrhythmus als dicht belaubtes Wachstum.

Nutzen

Wachsartige Blüten und ihr oft markanter Duft machen Plumerien zu besonderen Kübelpflanzen. In tropischen Kulturen werden Blüten als Schmuck und für Blütenketten verwendet. Für den mitteleuropäischen Balkon steht der Zierwert im Vordergrund; die Pflanze ist kein Küchen- oder Futtergewächs.

Partner & Symbiosen

Bei Plumeria rubra locken Duft und Blütenform unter anderem Schwärmer an, ohne ihnen Nektar anzubieten. Sie sollte daher nicht pauschal als Nektarweide bezeichnet werden. Im Kübel ist keine bestimmte Begleitpflanze für gutes Wachstum erforderlich; Licht, Wurzelraum und Wasserbedarf bestimmen eine passende Nachbarschaft.

Schnitt & Wuchsform

Die lockere Krone gehört zur Pflanze. Neue Verzweigungen entstehen häufig im Zusammenhang mit Blüte oder nach einer Verletzung. Der Schnitt soll Platzprobleme gezielt lösen und gesunde Triebenden möglichst erhalten, nicht einen dichten Heckenkörper erzeugen.

  1. 1. Habitus zuerst ansehen

    Gesunde Plumerien brauchen keinen jährlichen Rückschnitt. Prüfen Sie Triebspitzen, Verzweigungen und den Platz im Winterquartier. Blüten entstehen an den Enden reifer Triebe; unnötiges Kappen kann die nächste Blüte verzögern.

  2. 2. Wenige Schnitte gezielt setzen

    Falls ein langer Trieb stört, im frühen Frühjahr bis zu einer geeigneten Verzweigung zurücknehmen. Mit sauberem, scharfem Werkzeug arbeiten. Nicht jeden Trieb auf dieselbe Höhe stutzen.

  3. 3. Milchsaft und Wunden beachten

    Handschuhe tragen und Haut sowie Augen vor dem austretenden Milchsaft schützen. Schnittstellen trocken und luftig halten; weiches Gewebe ist anfällig für Fäulnis.

  4. 4. Den neuen Wuchs begleiten

    Nach dem Schnitt auf feste, gesunde Triebe und neues Wachstum achten. Weiche, dunkle oder fortschreitend faulende Stellen fachlich abklären. Die Pflanze nicht durch zusätzliche Wassergaben zum Austrieb drängen.

Handelsformen

Diese Übersicht erklärt gärtnerische Angebotsformen. Sie zeigt keine aktuelle Verfügbarkeit im GREEN24-Shop.

Wurzelware

Für dieses Profil nicht typisch

Unbewurzelte Stammstecklinge sind möglich, aber keine klassische Wurzelware. Bei Angeboten genau zwischen Steckling und bereits bewurzelter Pflanze unterscheiden.

Ballenware

Für dieses Profil nicht typisch

Freiland-Ballenware mit Ballentuch ist für den üblichen Einkauf hier keine passende Standardform. Ein Topfballen gehört zur Containerpflanze.

Containerpflanze

Gängige Form

Bewurzelte Pflanze im Topf, von klein bis blühfähig. Art oder Sortenname und festen, gesunden Stamm prüfen.

Jungpflanze

Gängige Form

Sämling, bewurzelter Steckling oder veredelte Jungpflanze. Die Herkunft bestimmt, wie verlässlich Blütenfarbe und Sorteneigenschaften vorhersehbar sind.

Strauch

Gängige Form

Verzweigte Kübelpflanze mit mehreren kräftigen Trieben. Natürlich gewachsene Verzweigung statt dichter Heckenschnittform bevorzugen.

Stammbusch

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Größere, tief verzweigte Exemplare bei Spezialanbietern. Der Begriff Stammbusch ist bei Plumeria weniger einheitlich als bei heimischen Baumschulgehölzen.

Halbstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Kleinbaum mit Stamm und Krone als besondere Kulturform möglich. Tatsächliche Stammhöhe und Kronenbreite im Angebot prüfen.

Hochstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Große Stammexemplare benötigen viel Licht, Standfestigkeit und ein entsprechend hohes Winterquartier; keine pauschal genormte Plumeria-Größe.

Formgehölz

Für dieses Profil nicht typisch

Keine Pflanze für regelmäßigen Formschnitt zu Kugeln oder Hecken. Zu viele Schnitte entfernen Blütenenden und schaffen Fäulnisrisiken.

Vermehrung & Veredelung

Vermehrung

Aussaat und Stammstecklinge sind möglich. Sämlinge können in Farbe und Wuchs von der Mutterpflanze abweichen und brauchen oft länger bis zur ersten Blüte. Benannte Sorten werden für gleichbleibende Merkmale vegetativ erhalten. Schnittenden geeigneter Stecklinge vor dem Einsetzen abtrocknen lassen und in warmer, durchlässiger Anzucht vorsichtig mit Wasser umgehen.

Veredelung

Veredelung ist bei Plumeria möglich und wird unter anderem zur Erhaltung bestimmter Sorten verwendet. Eine bewurzelte Unterlage trägt dabei den gewünschten Edeltrieb. Sie ist keine Pflicht für die Kultur und macht die Pflanze nicht winterhart. Beim Kauf zwischen Sämling, Stecklingspflanze und veredelter Sorte unterscheiden.

Arten & Sorten

Plumeria rubra

Laubabwerfende Art mit zahlreichen Züchtungen. Der Artname bedeutet nicht, dass jede Pflanze rot blüht; weiß, gelb, rosa und mehrfarbig kommen in Kultivaren vor.

Plumeria obtusa

Oft glänzende Blätter mit abgerundeter Spitze; unter warmen Bedingungen häufig immergrün. Für die Überwinterung den tatsächlichen Blattzustand berücksichtigen.

Plumeria alba

Weißblühende Art mit gelber Blütenmitte. Eine weiße Plumeria-Blüte allein reicht nicht zur sicheren Bestimmung dieser Art.

Plumeria pudica

An den auffällig löffelförmig erweiterten Blättern erkennbar. In warmem Klima oft immergrün; Blattgestalt und Wuchs helfen bei der Unterscheidung.

‘Aztec Gold’

Benannte Auswahl mit duftenden goldgelben Blüten. Für verlässliche Sorteneigenschaften eine vegetativ vermehrte, korrekt bezeichnete Pflanze wählen.

‘Thong Taweekun’

Duftende Blüten mit rosa und orangefarbenen Tönen. Blütenfarbe und Duft hängen auch vom Entwicklungsstand und den Kulturbedingungen ab.

Schädlinge & Krankheiten

Die Merkmale helfen bei der ersten Einordnung. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen; eine Behandlung setzt eine passende Diagnose voraus.

Spinnmilben

Helle Sprenkel, matte Blätter und feine Gespinste besonders im warmen Innenraum prüfen. Blattunterseiten kontrollieren und die Pflanze bei Befall von anderen trennen.

Woll- und Schildläuse

Blattachseln und Triebe auf watteartige Beläge, feste Schilde oder klebrigen Honigtau untersuchen. Neu gekaufte Pflanzen zunächst besonders aufmerksam beobachten.

Wurzel- und Triebfäule

Weiche dunkle Triebspitzen, ein nachgebender Stamm oder faulige Wurzeln sind Warnzeichen. Kühle Nässe begünstigt Fäulnis. Ablauf, Temperatur und betroffene Gewebe prüfen; nicht zusätzlich düngen.

Plumeriarost

Gelbliche Flecken oben und orangefarbene Sporenlager unter dem Blatt können auf Rost hinweisen. Befallene und abgefallene Blätter entfernen, nicht nur stärker düngen; Diagnose bei unklarem Befund absichern.

Blattfall und ausbleibende Blüte

Bei P. rubra kann Blattfall im Herbst zur Ruhe gehören. Während des Wachstums auch Licht, Temperatur, Wasser und Wurzeln prüfen. Fehlende Blüten können auf Jugendstadium, Sorte oder kürzlichen Schnitt zurückgehen.

Winterhärte · USDA

Artabhängig

Für Plumeria nennt die Gartenberatung der University of Florida einen Freilandbereich von USDA 10b bis 11. In Mitteleuropa wird Frangipani frostfrei überwintert; Art und Kulturbedingungen bleiben entscheidend.

USDA-Zonen beschreiben langfristige mittlere Winterextreme. Kübel, Jungpflanzen, Nässe, Wind und Spätfrost erfordern eine eigene Einschätzung.

USDA-Zonen und Landkarten verstehen →

Pflanze im Detail

Frangipani-Blüten im Büschel
Blüte

Frangipani-Blüten im Büschel

Blütenbüschel von Plumeria rubra mit weißen, rosa gerandeten Kronblättern und gelblichem Schlund. Auch einzelne welkende Blüten sind sichtbar.

Saadtitan12 · CC BY-SA 4.0 · Bildquelle

Botanische Merkmale können je nach Alter, Art und Sorte abweichen.

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