Kirschlorbeer

Prunus laurocerasus

Garten Sonne Halbschatten Schatten StrauchLeicht

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Steckbrief

Pflanzengruppe
Immergrünes Laubgehölz
Wuchs & Habitus
Dicht verzweigter, meist aufrechter bis breitbuschiger Strauch. Höhe und Breite unterscheiden sich stark zwischen hohen Hecken- und niedrigen Sorten.
Laub
Glänzende, ledrige Blätter mit wechselständiger Anordnung. Der einzelne Blattwechsel läuft auch bei immergrünen Pflanzen weiter.
Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Herkunft
Südosteuropa bis Vorderasien
Wuchshöhe
1,5–4 m (Hecke)
Blüte
April–Mai, weiß
Toxizität
Giftig (Blätter & Samen)

Pflegekalender

Blattaustrieb

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Kräftiger Frühjahrsaustrieb; bei günstiger Witterung folgt später ein weiterer Schub.

Blüte / Blütenentwicklung

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Blütentrauben im Frühjahr; regelmäßiger Heckenschnitt kann die Blüte vermindern.

Blattabwurf

Immergrün: kein allgemeiner Herbstabwurf. Ältere Blätter können besonders beim neuen Austrieb gelb werden und abfallen.

Schnitt & Wuchsform

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Leichter Formschnitt nach der Blüte, nur wenn keine belegten Nester gestört werden. Stärkere Verjüngung getrennt planen.

Orientierung für Deutschland und Mitteleuropa. Standort, Witterung, Art und Sorte verschieben die Zeitfenster; bei Zimmer- und Kübelpflanzen zählt auch das Winterquartier.

Ihr Pflegeplan im Jahreslauf

  • Feuchtigkeit im Wurzelballen prüfen

    Monate: Jan · Feb · Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep · Okt · Nov · Dez

    Frisch gepflanzte Hecken und Kübel regelmäßig im Wurzelbereich kontrollieren. Bei Bedarf durchdringend gießen, statt nur die Oberfläche täglich zu benetzen. Im Kübel überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Auch im Winter kann an frostfreien Tagen Wasser nötig sein.

  • Nährstoffe während des Wachstums ergänzen

    Monate: Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep

    Düngung auf den tatsächlichen Bedarf und die vorhandene Versorgung abstimmen. Das verknüpfte Konzentrat nennt April/Mai bis September als Regelanwendungszeit. Frische Pflanzerde ist bereits vorgedüngt; bei Trockenstress oder geschädigten Wurzeln erst die Ursache beheben.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Pflanzen und Wurzelraum planen

    Monate: Mär · Apr · Mai · Sep · Okt

    Frostfreie Phasen im Frühjahr oder frühen Herbst eignen sich für die Pflanzplanung. Kübel bei knappem Wurzelraum maßvoll vergrößern, die bisherige Pflanztiefe erhalten und freie Abzugslöcher vorsehen. Bei Hecken zusätzlich Boden, Abstand und die Endbreite der Sorte berücksichtigen.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Wintersonne und Ballenfeuchte beachten

    Monate: Okt · Nov · Dez · Jan · Feb · Mär

    Immergrüne Blätter verlieren auch im Winter Wasser. Kübel vor starker Durchfrostung und austrocknendem Wind schützen, ohne den Wasserabzug zu verschließen. Braune Blätter nach Frost sind kein Anlass für eine zusätzliche Winterdüngung.

Die markierten Monate sind Orientierung, keine festen Termine. Beobachten Sie Pflanze, Ballen und Witterung; Gießen, Düngen und Umtopfen richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Pflegeintensität im Jahresverlauf

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Saisonale Orientierung für Deutschland. Standort, Witterung und Art bestimmen den Bedarf. Auch im Winter die Feuchte prüfen; die Markierungen sind kein Düngeplan.

Hauptpflege Aktiv Reduzierte Pflege

Pflege-Tipps

  • Gut schnittverträglicher, immergrüner Strauch; Bodenfeuchte besonders nach dem Pflanzen prüfen.
  • Gelbe Blätter können durch Blattwechsel, Wasserprobleme, Wurzelschäden oder Nährstoffmangel entstehen. Vor dem Düngen die Ursache prüfen.
  • Nur bei Bedarf nach Produktetikett düngen. In trockenen, frostfreien Winterphasen bei Bedarf wässern.

Früchte & Ernte

Frucht- und Samenbildung

Nach den weißen Blütentrauben können kleine, dunkelviolette bis schwarze Steinfrüchte erscheinen. Sie sind kein Ersatz für essbare Kirschen; besonders die Samen sind problematisch.

Ernte und Verwendung

Keine Nahrungsernte. Kirschlorbeerfrüchte nicht verzehren und nicht mit Obstkirschen verwechseln. Schnitt vor der Fruchtreife verringert den Fruchtansatz, ist aber keine Voraussetzung für die normale Pflege.

Pflanzenwissen auf einen Blick

Standort, Nutzen & Besonderheiten

Standort & Boden

Sonne bis Schatten; ein frischer, gut drainierter Boden erleichtert das Anwachsen. Verdichtete Nässe meiden und junge Pflanzen gegen Wintertrockenheit beobachten.

Besonderheiten

Weiße aufrechte Blütentrauben im Frühjahr; spätere dunkle Früchte sind kein Gartenobst. Blätter und Samen sind giftig.

Nutzen

Ganzjähriger Sichtschutz und ruhiger grüner Hintergrund. Unbeschnittene Blüten bieten Insekten Nahrung; Vögel nutzen Früchte und Deckung.

Partner & Symbiosen

Vögel können Samen über die Früchte verbreiten. Eine zugesetzte Mykorrhiza ist keine Grundvoraussetzung; Selbstsämlinge außerhalb der gewünschten Pflanzfläche entfernen.

Schnitt & Wuchsform

Dicht verzweigter, meist aufrechter bis breitbuschiger Strauch. Höhe und Breite unterscheiden sich stark zwischen hohen Hecken- und niedrigen Sorten.

  1. 1. Hecke und Nester prüfen

    Vor jedem Schnitt die gesamte Pflanze auf belegte Nester und abgestorbene Zweige prüfen. Höhe und Breite an der Sorte ausrichten.

  2. 2. Blätter möglichst ganz lassen

    Einzelne Zweige mit einer scharfen Handschere kürzen. Zerschnittene große Blätter bekommen braune Ränder.

  3. 3. Unten genügend Licht lassen

    Bei einer Hecke die Basis etwas breiter als die Spitze halten. Für einen freien Strauch nur störende Triebe korrigieren.

Handelsformen

Diese Übersicht erklärt gärtnerische Angebotsformen. Sie zeigt keine aktuelle Verfügbarkeit im GREEN24-Shop.

Wurzelware

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Nur bei ausdrücklich dafür kultivierter kleiner Baumschulware; Wurzeln nie austrocknen lassen.

Ballenware

Gängige Form

Häufige Qualität für größere Heckenpflanzen; Ballen beim Transport schützen.

Containerpflanze

Gängige Form

Durchwurzelte Topfware für flexible Pflanzplanung bei geeignetem Wetter.

Jungpflanze

Gängige Form

Kleine Stecklingspflanzen für Geduldige; Endabstand nach Sorte wählen.

Strauch

Gängige Form

Die typische mehrtriebige Hecken- oder Solitärform.

Stammbusch

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Durchgehend beasteter Hauptstamm; in der Baumschule gezielt auswählen.

Halbstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Krone auf kurzem Stamm, beispielsweise als kleines Formgehölz.

Hochstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Höhere Stammform für Solitärwirkung; Sorte und Kronenbreite beachten.

Formgehölz

Gängige Form

Geschnittene Hecke, Kugel oder weitere Form; Pflegeaufwand hängt vom Zuwachs ab.

Vermehrung & Veredelung

Vermehrung

Sortenechte Vermehrung meist mit halbreifen oder verholzten Stecklingen. Aussaat bringt variable Nachkommen und ist für den Sortenerhalt ungeeignet.

Veredelung

Übliche Heckenware wächst wurzelecht. Stammformen können erzogen oder veredelt sein; die angebotene Pflanze und ihre Veredelungsstelle prüfen.

Arten & Sorten

Rotundifolia

Kräftig und breit aufrecht; benötigt mehr Platz als niedrige Sorten.

Otto Luyken

Niedriger, breit wachsender Strauch mit schmaleren, aufgerichteten Blättern.

Schipkaensis

Dichter, aufrechter Wuchs; eine andere Wuchsform als breitniedrige Sorten.

Schädlinge & Krankheiten

Die Merkmale helfen bei der ersten Einordnung. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen; eine Behandlung setzt eine passende Diagnose voraus.

Löcher und Blattflecken

Ein schrotschussartiges Schadbild kann mehrere Ursachen haben. Betroffene Blätter und den neuen Austrieb vergleichen; nicht jedes Loch ist Fraß.

Buchten am Blattrand

Halbrunde Fraßstellen können auf Dickmaulrüssler hindeuten. Auch den Wurzelraum prüfen, besonders bei Kübelpflanzen.

Gelbe Blätter

Einzelner Blattwechsel, Nässe, Trockenheit und Wurzelschäden unterscheiden. Vor zusätzlichem Dünger den Boden und die Verteilung der Schäden prüfen.

Winterhärte · USDA

Sorten sowie Wintersonne/Frosttrocknis beachten.

Prunus laurocerasus
USDA 6a–8b

USDA-Zonen beschreiben langfristige mittlere Winterextreme. Kübel, Jungpflanzen, Nässe, Wind und Spätfrost erfordern eine eigene Einschätzung.

USDA-Zonen und Landkarten verstehen →

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