Laubhumus ansetzen: Ein Herbstprojekt mit Geduld
Herbstlaub sammeln, feucht und luftig lagern und die Reife abwarten: So starten Sie Ihren eigenen Laubhumusvorrat.
HERBSTPRAXIS · BODENPFLEGE
Ein Korb voller Herbstlaub kann der Anfang eines kleinen Vorrats für den Garten sein. Wer jetzt Laubhumus ansetzt, plant über diese Saison hinaus. Das Projekt braucht einen passenden Platz – und vor allem Geduld.
1. Den eigenen Laubvorrat auswählen
Sauberes Falllaub aus dem Garten ist der Ausgangspunkt. Entfernen Sie Verpackungsreste und andere Fremdstoffe. Eichen-, Buchen- und Hainbuchenlaub eignet sich gut; dicke, zähe Blätter brauchen länger. Sie können solche Blätter vorab zerkleinern.
2. Einen windgeschützten Platz einrichten
Ein einfacher Drahtkorb hält das Laub zusammen und lässt Luft heran. Feuchten Sie trockenes Laub an und kontrollieren Sie später gelegentlich, ob es austrocknet. Hier wird gezielt Laub gesammelt, statt es mit Küchen- und Gartenabfällen zu einem gemischten Kompost aufzusetzen.
3. Die Reife entscheiden lassen
Feiner Laubhumus entsteht langsam: Rechnen Sie eher mit etwa zwei Jahren als mit wenigen Wochen. Die Blattart und die Bedingungen verändern das Tempo. Teilweise zersetztes Material kann bereits als Mulch dienen; für feines Material ist mehr Geduld nötig. Laubhumus dient der Bodenverbesserung und ist kein nährstoffreicher Dünger.

Ihr Start für heute: Platz auswählen, Laub sammeln, bei Bedarf anfeuchten und das Ansatzdatum notieren. Der Gartensack übernimmt den Transport; die Reife braucht ihre eigene Zeit.