· GREEN24 Redaktion

Saatgut im Herbst ordnen: Gut aufbewahrt bis zum Frühjahr

Resttütchen sichten, trockene Samen beschriften und Aussaattermine vormerken: So bringen Sie Ordnung in Ihren Saatgutvorrat.

Trockene Sonnenblumensamen, Papiertüten und eine offene Vorratsdose auf einem Holztisch.

Zwischen leeren Töpfen und letzten Ernten tauchen sie wieder auf: angebrochene Samentüten und selbst gesammelte Samen. Ein ruhiger Herbstnachmittag reicht, um daraus einen übersichtlichen Vorrat zu machen. Entscheidend sind trockene Samen, lesbare Angaben und ein geeigneter Lagerplatz.

Drei Schritte für die Saatgutkiste

  1. Sichten und Angaben erhalten

    Legen Sie gekaufte Tüten und eigene Ernten getrennt vor sich. Bewahren Sie Originalverpackungen mit Sortennamen und Aussaatangaben auf. Notieren Sie bei selbst gesammelten Samen Pflanzenart, gegebenenfalls Sorte und Erntejahr. Eine kleine Liste zeigt, was schon vorhanden ist und was im Frühjahr tatsächlich fehlt.

  2. Erst trocknen, dann verschließen

    Für trocken lagerfähige Arten gilt: Selbst gesammelte Samen vor dem Verpacken gut luftig und schattig trocknen lassen. Entfernen Sie anhaftende Pflanzenreste. Füllen Sie erst trockene Samen in beschriftete Papiertütchen; diese kommen in einen dicht schließenden Behälter. Feuchtes Saatgut wird durch einen geschlossenen Deckel nicht haltbarer.

  3. Einen gleichmäßig kühlen Platz wählen

    Lagern Sie den Vorrat dunkel und vor Feuchtigkeit geschützt. Ein kühler Innenraum mit möglichst gleichmäßiger Temperatur ist besser geeignet als ein feuchtes Gartenhaus. Offene Papiertüten allein halten Feuchtigkeit nicht zuverlässig ab. Beachten Sie bei gekauftem Saatgut auch die Hinweise auf der Packung.

Nicht jede Art gehört in denselben Vorrat

Die Trockenlagerung ist keine Universalregel: Manche Samen vertragen Austrocknung schlecht, andere verlieren beim Lagern rasch ihre Keimfähigkeit. Prüfen Sie deshalb bei eigenen Ernten die Anforderungen der Pflanzenart, bevor Sie sie bis zum Frühjahr weglegen. Auch die Blütenfarbe selbst gesammelter Nachkommen muss nicht der Mutterpflanze entsprechen.

Eine Notiz spart den Fehlstart

Sortieren Sie die Tüten nach ihrem vorgesehenen Aussaatzeitraum. Bei älteren Vorräten kann eine Keimprobe vor der eigentlichen Aussaat Orientierung geben; sie bietet jedoch keine Garantie für das spätere Ergebnis. Für „Velvet Queen“ vermerken Sie April–Juni und prüfen im Frühjahr die Packungsangaben und die Bedingungen am Standort.

Zum Abschluss: Saatgut eindeutig beschriften und getrennt von Lebensmitteln aufbewahren. Dann kann die Kiste geschlossen werden – mit Vorfreude auf die nächste Gartensaison.

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