Strelitzien

Strelitzia reginae · Strelitzia nicolai

Zimmer Balkon Sonne Halbschatten StaudeMittel

Passend zu Strelitzien

Alle passenden Artikel →

Steckbrief

Pflanzengruppe
Immergrüne, mehrjährige Blatt- und Blütenpflanzen
Wuchs & Habitus
S. reginae bildet bodennahe Horste; S. nicolai wächst mit kräftigen, aufrechten Stämmen und großen Blattfächern.
Laub
Lang gestielte, ledrige Blätter in fächerartiger Anordnung. Die größeren Blätter von S. nicolai können längs einreißen.
Familie
Strelitziengewächse (Strelitziaceae)
Herkunft
Südliches Afrika; je nach Art unterschiedliche Verbreitungsgebiete
Wuchshöhe
S. reginae etwa 1–1,5 m; S. nicolai im frostfreien Freiland bis etwa 12 m
Blüte
S. reginae orange-blau, oft Winter–Frühjahr; S. nicolai weiß-blau, im Zimmer selten
Toxizität
Nicht zum Verzehr. S. reginae kann Haustieren schaden, besonders Früchte und Samen.

Pflegekalender

Blattaustrieb

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Neue Blätter entfalten sich vor allem in der hellen, warmen Wachstumszeit. In ausreichend hellen, warmen Räumen kann der Austrieb länger dauern.

Blüte / Blütenentwicklung

  1. JanOrientierungszeitraum
  2. FebOrientierungszeitraum
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Orientierung für ältere S. reginae in mitteleuropäischer Innenkultur: häufig Winter bis Frühjahr. Licht, Reife und Kulturbedingungen verschieben den Termin. S. nicolai blüht im Wohnraum selten; der Balken ist keine gemeinsame Blühgarantie.

Blattabwurf

Immergrün. Einzelne ältere Außenblätter werden nach und nach ersetzt; ein vollständiger herbstlicher Blattabwurf ist nicht vorgesehen.

Schnitt & Wuchsform

  1. Jan
  2. Feb
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Bei Bedarf abgestorbene Blätter und verblühte Stiele entfernen, bevorzugt in der Wachstumszeit. Kein jährlicher Form- oder Höhenschnitt.

Orientierung für Deutschland und Mitteleuropa. Standort, Witterung, Art und Sorte verschieben die Zeitfenster; bei Zimmer- und Kübelpflanzen zählt auch das Winterquartier.

Ihr Pflegeplan im Jahreslauf

  • Vor dem Gießen den Ballen prüfen

    Monate: Jan · Feb · Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep · Okt · Nov · Dez

    Während des Wachstums gleichmäßig feucht halten und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Im Winter richtet sich die geringere Wassermenge nach Licht, Temperatur und tatsächlicher Ballenfeuchte. Ein Übertopf darf kein dauerhaftes Wasserreservoir um die Wurzeln bilden.

  • Düngen während des Wachstums

    Monate: Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep

    Der verknüpfte Strelitziendünger nennt 10 ml auf 2,5 Liter Wasser, alle 1–2 Wochen in der Vegetationsphase. Die Vordüngung neuer Erde berücksichtigen. Nach dem Umtopfen mit dem verknüpften Substrat nach etwa 4–6 Wochen die Versorgung prüfen und nur bei Bedarf nachdüngen.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Umtopfen bei knappem Wurzelraum

    Monate: Mär · Apr · Mai · Jun

    Im Frühjahr oder frühen Sommer in einen etwas größeren, standfesten Topf mit Abzugslöchern wechseln, wenn der Ballen den alten Topf ausfüllt. Fleischige Wurzeln schonen, die Pflanztiefe beibehalten und gut angießen. Große Exemplare zu zweit bewegen.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Hell und frostfrei überwintern

    Monate: Okt · Nov · Dez · Jan · Feb · Mär

    Sommergäste rechtzeitig vor kalten Nächten hereinholen. Ein heller Platz mit etwa 12 °C oder mehr ist eine vorsichtige Orientierung für die hier vorgestellten Kübelpflanzen. Im warmen Wohnraum besonders auf Licht und Schädlinge achten; bei geringem Wachstum weniger gießen und die Düngung pausieren.

Die markierten Monate sind Orientierung, keine festen Termine. Beobachten Sie Pflanze, Ballen und Witterung; Gießen, Düngen und Umtopfen richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Pflegeintensität im Jahresverlauf

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Saisonale Orientierung für Deutschland. Standort, Witterung und Art bestimmen den Bedarf. Auch im Winter die Feuchte prüfen; die Markierungen sind kein Düngeplan.

Hauptpflege Aktiv Reduzierte Pflege

Pflege-Tipps

  • Vor dem Kauf die Art und den späteren Platzbedarf prüfen.
  • Heller Standort, passender Wurzelraum und Pflanzenreife sind wichtiger als eine erzwungene Blüte durch mehr Dünger.
  • Sommerliche Außenplätze langsam angewöhnen; frostfrei überwintern. Der Kalender ist eine Orientierung für Mitteleuropa.

Früchte & Ernte

Frucht- und Samenbildung

Nach erfolgreicher Bestäubung entstehen ledrige Kapseln. Bei Strelitzia reginae tragen die dunklen Samen auffällige orangefarbene Anhängsel; die bekannte Vogelgestalt gehört dagegen zur Blüte.

Ernte und Verwendung

Keine Nahrungsernte. Samen können für Vermehrungsversuche dienen. In Kübelkultur ist Fruchtansatz nicht selbstverständlich; ohne Samenwunsch genügt es, verblühte Stiele nach dem Verblühen zu entfernen.

Pflanzenwissen auf einen Blick

Standort, Nutzen & Besonderheiten

Standort & Boden

Sehr heller Zimmer- oder Wintergartenplatz mit ausreichender Höhe. Im Sommer ist ein warmer, windgeschützter Außenplatz möglich. Pflanzen schrittweise an direkte Sonne gewöhnen und rechtzeitig wieder ins frostfreie Quartier bringen. Im Topf müssen überschüssiges Wasser ablaufen und die Wurzeln Platz finden.

Besonderheiten

Strelitzia gehört zu den Strelitziaceae. Die ähnlich benannten Helikonien sind Heliconiaceae und werden hier nicht als Strelitzien beschrieben. Die Art vor dem Kauf prüfen: Eine junge S. nicolai bleibt keine kompakte Alternative zu S. reginae.

Nutzen

Die klaren Blattfächer setzen einen ruhigen Schwerpunkt neben Fenstern oder auf einer geschützten Sommerterrasse. Bei blühreifen S. reginae kommen auffällige, auch als Schnittblumen verwendete Blüten hinzu.

Partner & Symbiosen

Für die Kübelkultur ist keine besondere Partnerpflanze nötig. In der natürlichen Umgebung verbinden Blütennektar und Samen Strelitzien mit Tieren; bei S. nicolai besuchen unter anderem Vögel die Blüten. Im Zimmer ist natürlicher Samenansatz nicht selbstverständlich.

Schnitt & Wuchsform

Bei S. reginae entspringen die Blattfächer dicht am Boden. Bei S. nicolai sitzen sie zunehmend an hohen Stämmen. Beide brauchen Platz für neue seitliche Triebe; aus dem Blattfächer wird keine durch Schnitt verzweigte Baumkrone.

  1. 1. Blattfächer zuerst ansehen

    Junge, noch eingerollte Blätter und gesunde Außenblätter erhalten. Ein eingerissenes grünes Blatt arbeitet weiter; kleine Risse allein verlangen keinen Schnitt.

  2. 2. Abgestorbene Blätter gezielt abnehmen

    Mit sauberem Werkzeug den zugehörigen Blattstiel bodennah abtrennen, ohne Nachbarstiele oder den Austrieb zu verletzen. Nicht am Blatt reißen.

  3. 3. Verblühte Stiele entfernen

    Einen vollständig verblühten Blütenstiel am Ansatz schneiden. Grüne Blattstiele stehen lassen; Blüten- und Blattstiele erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

  4. 4. Die natürliche Größe einplanen

    Strelitzien werden nicht wie eine Hecke geschnitten. Besonders S. nicolai braucht langfristig Höhe und Breite. Einen zu großen Stamm nicht als vermeintlichen Steckling absägen; für Teilung braucht ein Seitentrieb eigene Wurzeln.

Handelsformen

Diese Übersicht erklärt gärtnerische Angebotsformen. Sie zeigt keine aktuelle Verfügbarkeit im GREEN24-Shop.

Wurzelware

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Frische Teilstücke können ohne Topf angeboten werden. Nur mit erkennbaren eigenen Wurzeln und intakter Triebbasis wählen.

Ballenware

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Große Exemplare mit vorbereitetem Ballen erfordern genügend Transport- und Stellfläche sowie schonende Wurzelbehandlung.

Containerpflanze

Gängige Form

Die übliche Handelsform: gut bewurzelte Topf- oder Kübelpflanzen, nach Art und tatsächlicher Gesamthöhe auswählen.

Jungpflanze

Gängige Form

Sämlinge und junge Teilpflanzen werden zunächst wegen der Blätter gepflegt. Ein Blütenfoto sagt nichts über ihre sofortige Blühreife.

Strauch

Für dieses Profil nicht typisch

Ein buschiger Blattfächer ist keine verholzte Strauchform. Im Angebot sind Art, Triebzahl und Topfgröße aussagekräftiger.

Stammbusch

Für dieses Profil nicht typisch

Die klassische Baumschulform Stammbusch mit Seitenästen passt nicht zum Blattfächer-Wuchs der Strelitzien.

Halbstamm

Für dieses Profil nicht typisch

Kein durch Aufasten oder Veredeln erzogener Halbstamm. S. nicolai bildet ihren Stamm durch natürlichen Wuchs.

Hochstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Große stammbildende S. nicolai werden als Solitär angeboten. Sie sind keine auf eine feste Kronenhöhe veredelten Hochstämme.

Formgehölz

Für dieses Profil nicht typisch

Keine Formgehölze: Blattfächer weder kugelig scheren noch in geometrische Formen zwingen.

Vermehrung & Veredelung

Vermehrung

Aussaat oder Teilung bewurzelter Seitentriebe. Frische Samen und gleichmäßige Wärme unterstützen die Anzucht, die Zeit bis zur Blüte bleibt lang. Beim Teilen eigene Wurzeln und einen intakten Trieb erhalten; ein einzelnes Blatt ist kein Steckling.

Veredelung

Veredelung ist keine übliche Vermehrungsmethode. Die angebotenen Pflanzen stammen gewöhnlich aus Aussaat oder vegetativer Vermehrung; ein hoher Stamm bei S. nicolai entsteht durch Wachstum.

Arten & Sorten

Strelitzia reginae

Horstige Art mit meist etwa 1–1,5 m hohen Blattfächern. Reife Pflanzen bilden bei passenden Bedingungen orange-blaue Paradiesvogelblüten.

Strelitzia nicolai

Deutlich größer und stammbildend; im frostfreien Freiland bis etwa 12 m, im Kübel ebenfalls langfristig sehr raumgreifend. Weiß-blaue Blüten sind im Wohnraum selten.

Strelitzia reginae ‘Mandela’s Gold’

Gelb statt orange blühende Auslese von S. reginae. Sie wächst ebenfalls horstig; die Blütenfarbe macht daraus keine kleine Zimmerpflanze.

Schädlinge & Krankheiten

Die Merkmale helfen bei der ersten Einordnung. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen; eine Behandlung setzt eine passende Diagnose voraus.

Schild- und Wollläuse

Blattunterseiten und Stielansätze auf feste Schildchen, weiße Wachsnester und klebrige Beläge prüfen. Betroffene Pflanzen von anderen abrücken und den Schädling vor einer Behandlung bestimmen.

Spinnmilben

Helle Sprenkel und feine Gespinste sind Anlass für eine Kontrolle der Blattunterseiten mit der Lupe. Trockene Zimmerluft und warmer Stand begünstigen Probleme.

Wurzelfäule und dauernde Nässe

Bleibt die Erde lange nass und werden Blätter oder Blattbasen weich, Wasserabzug und Wurzeln prüfen. Nicht mit zusätzlichem Dünger reagieren; bei unklaren Schäden fachlich abklären lassen.

Blattrisse und braune Ränder

Längsrisse können durch Wind oder mechanische Belastung entstehen. Braune Ränder zusätzlich mit Ballenfeuchte, Lufttrockenheit und Salzbelastung abgleichen; das Schadbild allein beweist keinen Nährstoffmangel.

Keine Blüte

Bei S. reginae zuerst Pflanzenreife, Licht und den bisherigen Kulturverlauf prüfen. Bei S. nicolai ist fehlende Blüte im Zimmer üblich. Die Düngerdosis deshalb nicht erhöhen.

Winterhärte · USDA

Artabhängig

Beide Arten getrennt; keine Raumtemperaturangabe.

Strelitzia reginae
USDA 10a–12b
Strelitzia nicolai
USDA 10a–11b

USDA-Zonen beschreiben langfristige mittlere Winterextreme. Kübel, Jungpflanzen, Nässe, Wind und Spätfrost erfordern eine eigene Einschätzung.

USDA-Zonen und Landkarten verstehen →

Pflanze im Detail

Strelitziensamen und geöffnete Kapseln

Strelitziensamen und geöffnete Kapseln

Geöffnete Kapseln von Strelitzia reginae und schwarze Samen mit orangefarbenem Samenanhang. Verkleinerte, unbeschnittene Fassung.

Roger Culos · CC BY-SA 3.0 · Bildquelle

Botanische Merkmale können je nach Alter, Art und Sorte abweichen.

Passende GREEN24-Produkte

Passende Dünger und Substrate für Ihre Pflanzenpflege.