Rosmarin

Salvia rosmarinus · Synonym Rosmarinus officinalis

Garten Balkon Sonne StrauchMittel

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Steckbrief

Pflanzengruppe
Immergrüner aromatischer Halbstrauch
Wuchs & Habitus
Immergrüne verholzende Triebe wachsen aufrecht oder hängen je nach Sorte über. Regelmäßige kleine Ernteschnitte können die Verzweigung begleiten.
Laub
Schmale, nadelähnliche Blätter mit eingerolltem Rand sind oberseits grün und unterseits heller. Sie sind Laubblätter und keine Koniferennadeln.
Familie
Lippenblütler · Lamiaceae
Herkunft
Mediterrane Regionen, je nach Art
Wuchshöhe
Häufig 50–150 cm; kriechende und aufrechte Sorten
Blüte
Meist März bis Juni; bei milder Kultur auch außerhalb dieses Fensters
Toxizität
Sicher bestimmter Küchenrosmarin als Würzkraut verwendbar; nicht mit giftiger Rosmarinheide verwechseln

Pflegekalender

Blattaustrieb

  1. Jan
  2. Feb
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Junger Austrieb beginnt mit wärmeren, helleren Tagen.

Blüte / Blütenentwicklung

  1. Jan
  2. Feb
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Das genaue Blütenfenster hängt von Art, Sorte und Witterung ab.

Blattabwurf

Immergrün: kein regulärer vollständiger Herbstlaubfall.

Schnitt & Wuchsform

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Nach Winterkontrolle und passend zur Blüte maßvoll im belaubten Bereich schneiden.

Orientierung für Deutschland und Mitteleuropa. Standort, Witterung, Art und Sorte verschieben die Zeitfenster; bei Zimmer- und Kübelpflanzen zählt auch das Winterquartier.

Ihr Pflegeplan im Jahreslauf

  • Winterzustand und neuen Austrieb prüfen

    Monate: Mär · Apr · Mai

    Geschädigte Triebpartien und den Wasserabzug kontrollieren. Den sonnigen Platz beibehalten und überwinterte Kübel schrittweise an Außenbedingungen gewöhnen. Den Schnitt an Austrieb und Blühphase ausrichten, statt alle verholzten Triebe pauschal einzukürzen.

  • Junge Triebspitzen portionsweise ernten

    Monate: Jun · Jul · Aug

    Aromatische Spitzen in kleinen Mengen aus belaubten Triebabschnitten schneiden und genug grünes Laub stehen lassen. Nach der Blüte bei Bedarf maßvoll nachformen. Im Topf wässern, wenn es der Ballen braucht, und stehendes Wasser vermeiden.

  • Geschützten Winterplatz festlegen

    Monate: Sep · Okt · Nov

    Sorte und örtliche Frostlage berücksichtigen. Für Kübel rechtzeitig einen hellen, kühlen und bei strengem Frost geschützten Platz vorbereiten. Wasser muss ablaufen können; ein beliebiger Standort im warmen, dunklen Wohnraum erfüllt diese Ansprüche nicht.

  • Verdunstung trotz Winterruhe beachten

    Monate: Dez · Jan · Feb

    Immergrüne Blätter verlieren auch an milden Wintertagen Wasser. Ballenfeuchte kontrollieren und bei Bedarf an geeigneten frostfreien Tagen gießen. Gleichzeitig Dauernässe vermeiden; die Winterhärte anderer Sorten nicht auf die eigene Pflanze übertragen.

Die markierten Monate sind Orientierung, keine festen Termine. Beobachten Sie Pflanze, Ballen und Witterung; Gießen, Düngen und Umtopfen richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Pflegeintensität im Jahresverlauf

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Saisonale Orientierung für Deutschland. Standort, Witterung und Art bestimmen den Bedarf. Auch im Winter die Feuchte prüfen; die Markierungen sind kein Düngeplan.

Hauptpflege Aktiv Reduzierte Pflege

Pflege-Tipps

  • Viel Sonne, freie Luft und sehr guter Wasserabzug sind entscheidend. Im Topf gleichmäßig bedarfsgerecht wässern und Überschuss ablaufen lassen; im Winter besonders vor Dauernässe schützen.
  • Winterhärte ist sorten- und standortabhängig. Kübel bei strengem Frost geschützt, hell und kühl überwintern; immergrüne Blätter verdunsten auch an milden Wintertagen Wasser.

Früchte & Ernte

Frucht- und Samenbildung

Rosmarin bildet nach der Blüte kleine trockene Teilfrüchte. Das übliche Erntegut sind die aromatischen Blätter und jungen Triebe, nicht die Samen. Der immergrüne Wuchs ermöglicht eine bedarfsgerechte kleine Ernte.

Ernte und Verwendung

Von gesunden Küchenpflanzen kurze Triebspitzen schneiden und genug belaubte Zweige erhalten. Während kräftigen Wachstums lässt sich mehr ernten als in der lichtarmen Ruhezeit. Nicht tief in kahle alte Äste schneiden.

Pflanzenwissen auf einen Blick

Standort, Nutzen & Besonderheiten

Standort & Boden

Viel Sonne, freie Luft und sehr guter Wasserabzug sind entscheidend. Im Topf gleichmäßig bedarfsgerecht wässern und Überschuss ablaufen lassen; im Winter besonders vor Dauernässe schützen.

Besonderheiten

Der heute gültige botanische Name ist Salvia rosmarinus; der ältere Name Rosmarinus officinalis bleibt im Handel verbreitet. Wuchsform und Frostverträglichkeit unterscheiden sich nach Sorte.

Nutzen

Rosmarin liefert aromatische Triebspitzen und kann kleine Beete strukturieren. Frühe Blüten bieten Insekten Nahrung; überhängende Sorten eignen sich für erhöhte Gefäße.

Partner & Symbiosen

Blüten und ihre Besucher gehören zum Gartenbild. Eine feste Partnerpflanze ist nicht notwendig; ähnliche Licht- und Feuchteansprüche sind die Grundlage guter Kombinationen.

Schnitt & Wuchsform

Immergrüne verholzende Triebe wachsen aufrecht oder hängen je nach Sorte über. Regelmäßige kleine Ernteschnitte können die Verzweigung begleiten.

  1. 1. Grüne Triebzone finden

    Vor dem Schnitt die belaubten jüngeren Abschnitte vom kahlen älteren Holz unterscheiden.

  2. 2. Maßvoll kürzen

    Verblühte Stiele und einen angemessenen Anteil jungen Zuwachses entfernen. Nicht pauschal bis in altes kahles Holz schneiden.

  3. 3. Licht in der Form halten

    Einen lockeren, gleichmäßigen Aufbau erhalten. Bei alten verkahlten Pflanzen Verjüngung vorsichtig beurteilen oder junge Pflanzen nachziehen.

Handelsformen

Diese Übersicht erklärt gärtnerische Angebotsformen. Sie zeigt keine aktuelle Verfügbarkeit im GREEN24-Shop.

Wurzelware

Für dieses Profil nicht typisch

Für diese Pflanze keine typische Handelsform.

Ballenware

Für dieses Profil nicht typisch

Für diese Pflanze keine typische Handelsform.

Containerpflanze

Gängige Form

Übliche Topfware; Art und Sorte prüfen.

Jungpflanze

Gängige Form

Bewurzelte Stecklinge zum Weiterkultivieren.

Strauch

Gängige Form

Ältere verzweigte Halbsträucher.

Stammbusch

Für dieses Profil nicht typisch

Für diese Pflanze keine typische Handelsform.

Halbstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Kleine erzogene Stämmchen im Spezialsortiment.

Hochstamm

Für dieses Profil nicht typisch

Für diese Pflanze keine typische Handelsform.

Formgehölz

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Kugeln oder kompakte Formen; im grünen Bereich erhalten.

Vermehrung & Veredelung

Vermehrung

Geeignete junge Triebstecklinge bewurzeln. Aussaat ist bei manchen Arten möglich, erhält benannte Sorten aber nicht zuverlässig unverändert.

Veredelung

Bei üblicher Handelsware nicht erforderlich; überwiegend wurzelecht aus Stecklingen oder Aussaat.

Arten & Sorten

Salvia rosmarinus 'Arp'

Aufrechte Sorte; Winterhärte bleibt standortabhängig.

Salvia rosmarinus Prostratus Group

Überhängende beziehungsweise kriechende Formen.

Schädlinge & Krankheiten

Die Merkmale helfen bei der ersten Einordnung. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen; eine Behandlung setzt eine passende Diagnose voraus.

Blattfraß und Saugspuren

Blätter und Triebe kontrollieren; Verursacher sicher unterscheiden.

Wurzelprobleme bei Nässe

Schwarze Triebpartien und dauerhaft nasse Erde gemeinsam beurteilen. Wasserabzug hat Vorrang vor zusätzlicher Düngung.

Kahle Triebmitte

Zu tiefer Schnitt, Beschattung oder Alter können Verkahlung fördern. Mehr Dünger lässt altes kahles Holz nicht zuverlässig austreiben.

Winterhärte · USDA

Nach Art, Sorte und Kultur beurteilen

Winterhärte ist sorten- und standortabhängig. Kübel bei strengem Frost geschützt, hell und kühl überwintern; immergrüne Blätter verdunsten auch an milden Wintertagen Wasser.

Salvia rosmarinus
USDA 8a–10bOrientierung für diese Art; Kultur, Sorte und Wurzelraum mitberücksichtigen.

USDA-Zonen beschreiben langfristige mittlere Winterextreme. Kübel, Jungpflanzen, Nässe, Wind und Spätfrost erfordern eine eigene Einschätzung.

USDA-Zonen und Landkarten verstehen →

Pflanze im Detail

Rosmarinblüten
Blüte

Rosmarinblüten

Hellviolette Rosmarinblüten zwischen schmalen Blättern. Verkleinerte, unbeschnittene Fassung.

THOR · CC BY 2.0 · Bildquelle

Botanische Merkmale können je nach Alter, Art und Sorte abweichen.

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