Goldregen · Laburnum

Laburnum anagyroides · L. alpinum · L. × watereri

Garten Sonne Halbschatten BaumMittel

Passend zu Goldregen · Laburnum

Alle passenden Artikel →

Steckbrief

Pflanzengruppe
Goldregen · sommergrüne Gehölze
Wuchs & Habitus
Locker verzweigter Großstrauch oder kleiner Baum. Die Äste tragen gelbe Trauben; sie schlingen sich nicht wie Blauregen um eine Stütze.
Laub
Dreiteilige grüne Blätter erscheinen im Frühjahr und fallen im Herbst. Gelbe Blüten werden später von Hülsen abgelöst.
Familie
Hülsenfrüchtler · Fabaceae
Herkunft
Europäische Ausgangsarten; L. × watereri ist eine Gartenhybride
Wuchshöhe
Meist Großstrauch oder kleiner Baum, etwa 4–8 m; abhängig von Art und Form
Blüte
Meist Mai–Juni, gelbe hängende Blütentrauben
Toxizität
Giftig, insbesondere Samen und Hülsen. Nicht essen; Schnittgut und Hülsen von Kindern und Tieren fernhalten.

Pflegekalender

Blattaustrieb

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Dreiteilige Blätter entfalten sich im Frühjahr.

Blüte / Blütenentwicklung

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Goldgelbe Blütentrauben hängen an den Zweigen; der genaue Termin hängt von Wetter und Sorte ab.

Blattabwurf

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. OktOrientierungszeitraum
  11. NovOrientierungszeitraum
  12. Dez

Das sommergrüne Laub fällt im Herbst. Hülsen getrennt beachten und sicher handhaben.

Schnitt & Wuchsform

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Nur erforderliche Korrekturen nach der Blüte bzw. im Sommer; große Wunden möglichst vermeiden.

Orientierung für Deutschland und Mitteleuropa. Standort, Witterung, Art und Sorte verschieben die Zeitfenster; bei Zimmer- und Kübelpflanzen zählt auch das Winterquartier.

Ihr Pflegeplan im Jahreslauf

  • Feuchte statt Kalender prüfen

    Monate: Jan · Feb · Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep · Okt · Nov · Dez

    Wassermenge nach Art, Jahreszeit und Wurzelraum richten. Freien Wasserabzug erhalten; Trockenheit und Staunässe getrennt beurteilen.

  • Nährstoffe passend ergänzen

    Monate: Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep

    Bei aktivem Wachstum und ergänzungsbedürftiger Versorgung düngen. Die genaue Verdünnung steht beim verknüpften Dünger; vorhandene Vordüngung zählt mit.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Wurzelraum erneuern

    Monate: Mär · Apr · Mai

    Topf nur bei Bedarf vergrößern, die bisherige Pflanztiefe erhalten und freien Wasserabzug sichern. Die verknüpfte Baum- & Strauch-Erde enthält bereits Nährstoffe.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Winterbedingungen beachten

    Monate: Nov · Dez · Jan · Feb · Mär

    Kübel gegen starkes Durchfrieren schützen und junge Pflanzen in exponierten Lagen kontrollieren. In der laublosen Ruhezeit besteht kein regelmäßiger Düngebedarf.

Die markierten Monate sind Orientierung, keine festen Termine. Beobachten Sie Pflanze, Ballen und Witterung; Gießen, Düngen und Umtopfen richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Pflegeintensität im Jahresverlauf

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Saisonale Orientierung für Deutschland. Standort, Witterung und Art bestimmen den Bedarf. Auch im Winter die Feuchte prüfen; die Markierungen sind kein Düngeplan.

Hauptpflege Aktiv Reduzierte Pflege

Pflege-Tipps

  • Kalender für Deutschland/Mitteleuropa; Art, Sorte und Witterung verändern den Verlauf.
  • Goldregen ist keine Kletterpflanze. Eine Erziehung an einem Bogen beruht auf gestützten, gelenkten Ästen. Der zweimalige Kurztrieb-Schnitt des Blauregens wird hier nicht angewendet.

Früchte & Ernte

Frucht- und Samenbildung

Aus den gelben Blütentrauben entstehen flache, längliche Hülsen, die sich bei Reife öffnen. Die darin enthaltenen Samen gehören wie die übrige Pflanze nicht zu essbaren Hülsenfrüchten.

Ernte und Verwendung

Keine Nahrungsernte. Goldregen ist stark giftig, besonders problematisch sind die Samen. Fruchtstände nicht mit Erbsen oder Bohnen verwechseln und Kindern keinen Umgang damit als Spielmaterial ermöglichen.

Pflanzenwissen auf einen Blick

Standort, Nutzen & Besonderheiten

Standort & Boden

Sonne bis lichter Halbschatten mit gut entwässertem Boden. Die spätere Krone freihalten und dauerhaft vernässte Pflanzstellen meiden.

Besonderheiten

Goldgelbe Blütentrauben setzen im späten Frühjahr einen deutlichen Akzent. Die Sortenwahl bestimmt Traubenlänge, Wuchs und Samenansatz.

Nutzen

Als Solitär lässt sich die natürliche Krone gut erleben. Blüten werden von Insekten besucht; die Giftigkeit gehört zur bewussten Standortwahl.

Partner & Symbiosen

Als Hülsenfrüchtler kann Goldregen Beziehungen zu Knöllchenbakterien eingehen. Eine konkrete Stickstoffmenge im Garten wird daraus nicht abgeleitet; Bodenversorgung prüfen.

Schnitt & Wuchsform

Goldregen ist keine Kletterpflanze. Eine Erziehung an einem Bogen beruht auf gestützten, gelenkten Ästen. Der zweimalige Kurztrieb-Schnitt des Blauregens wird hier nicht angewendet.

  1. 1. Krone vor dem Schnitt ansehen

    Prüfen Sie Art, Veredelungsstelle und die natürliche Aststellung. Nester beachten und nur ein klares Korrekturziel verfolgen.

  2. 2. Sparsam korrigieren

    Abgestorbene oder ungünstig scheuernde kleine Zweige gezielt entfernen. Gesunde Großäste nicht routinemäßig einkürzen.

  3. 3. Unterlage getrennt behandeln

    Triebe unterhalb einer Veredelung gehören nicht zur gewünschten Krone. Am Ansatz entfernen, ohne Stamm oder Veredelung zu beschädigen.

  4. 4. Schnittgut sicher sammeln

    Giftiges Schnittgut und Hülsen unmittelbar einsammeln. Kein Material auf Tierweiden oder in erreichbaren Spielbereichen liegen lassen.

Handelsformen

Diese Übersicht erklärt gärtnerische Angebotsformen. Sie zeigt keine aktuelle Verfügbarkeit im GREEN24-Shop.

Wurzelware

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Wurzelware nur nach ausdrücklichem Angebot; offene Wurzeln schützen.

Ballenware

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Bei größerer Baumschulware möglich; Ballen zusammenhängend halten.

Containerpflanze

Gängige Form

Bewurzelte Topf- oder Containerware; Wurzelraum und Etikett prüfen.

Jungpflanze

Gängige Form

Jungpflanzen brauchen Zeit, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

Strauch

Gängige Form

Mehrtriebige Form; die Verzweigung beginnt nahe der Basis.

Stammbusch

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Stammbusch mit durchgehendem Stamm und Seitenästen.

Halbstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Krone auf kürzerem freiem Stamm; gelieferte Stammhöhe vergleichen.

Hochstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Krone auf höherem Stamm; Standfestigkeit und Platzbedarf einplanen.

Formgehölz

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Erzogene oder geschnittene Form benötigt passende Folgepflege.

Vermehrung & Veredelung

Vermehrung

Arten lassen sich aus Samen ziehen; Sorten werden vegetativ vermehrt. Samen und Hülsen sind giftig und gehören nicht in die Hände von Kindern.

Veredelung

Sorten wie ‘Vossii’ werden häufig veredelt. Die Veredelungsstelle beim Pflanzen erhalten und Austriebe der Unterlage gesondert entfernen.

Arten & Sorten

Laburnum × watereri ‘Vossii’

Verbreitete Gartenform mit langen gelben Trauben; bildet meist weniger Samen als die Elternarten.

Laburnum anagyroides

Gewöhnlicher Goldregen; Art mit eigenem natürlichem Wuchs und Samenbildung.

Laburnum alpinum

Alpen-Goldregen; europäische Art und Elternteil von L. × watereri.

Schädlinge & Krankheiten

Die Merkmale helfen bei der ersten Einordnung. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen; eine Behandlung setzt eine passende Diagnose voraus.

Stammfuß und Boden

Staunässe vermeiden. Schwacher Austrieb ist zunächst Anlass, Wurzeln, Pflanztiefe und Bodenfeuchte zu prüfen.

Blattläuse beobachten

Junge Triebe auf Läuse und klebrige Beläge kontrollieren. Ausmaß und natürliche Gegenspieler vor einer Behandlung einordnen.

Absterbende Äste prüfen

Rindenveränderungen und welkende Partien fotografieren und fachlich einordnen lassen. Stärker düngen ersetzt keine Diagnose.

Winterhärte · USDA

Artabhängig

Das Artbeispiel gilt für Laburnum anagyroides. Für Alpen-Goldregen und Hybridformen die jeweilige Art beziehungsweise Sorte berücksichtigen.

Laburnum anagyroides
USDA 5a–7b

USDA-Zonen beschreiben langfristige mittlere Winterextreme. Kübel, Jungpflanzen, Nässe, Wind und Spätfrost erfordern eine eigene Einschätzung.

USDA-Zonen und Landkarten verstehen →

Passende GREEN24-Produkte

Passende Dünger und Substrate für Ihre Pflanzenpflege.