Bougainvillea · Drillingsblume

Bougainvillea spp. · Hybr.

Balkon Garten Sonne StrauchMittel

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Steckbrief

Pflanzengruppe
Kletternde Kübelpflanze
Wuchs & Habitus
Lange, verholzende Triebe brauchen Halt. Die Krone lässt sich fächerförmig an einer Rankhilfe führen.
Laub
Je nach Sorte und Winterbedingungen grün bleibend oder zeitweise laubabwerfend; ovale Blätter und bedornte Triebe.
Familie
Wunderblumengewächse · Nyctaginaceae
Herkunft
Südamerika; Gartenformen und Hybriden weltweit kultiviert
Wuchshöhe
Im Kübel durch Rankhilfe und Schnitt begrenzt; meist etwa 1–3 m
Blüte
Farbige Hochblätter überwiegend im Sommer; die echten Blüten sitzen klein dazwischen
Toxizität
Nicht zum Verzehr; Dornen können verletzen, beim Schneiden Handschuhe tragen

Pflegekalender

Blattaustrieb

  1. Jan
  2. Feb
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Neuaustrieb nach der Winterruhe; Wärme und Licht beeinflussen den Beginn.

Blüte / Blütenentwicklung

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. MaiOrientierungszeitraum
  6. JunOrientierungszeitraum
  7. JulOrientierungszeitraum
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hochblattfarbe in Wellen während der warmen Saison, sorten- und standortabhängig.

Blattabwurf

Laubverlust kann bei kühler Überwinterung auftreten; kein einheitlicher Herbsttermin.

Schnitt & Wuchsform

  1. Jan
  2. FebOrientierungszeitraum
  3. MärOrientierungszeitraum
  4. AprOrientierungszeitraum
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. AugOrientierungszeitraum
  9. SepOrientierungszeitraum
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Grundgerüst vor neuem Wachstum ordnen; lange Seitentriebe nach einer Blühphase gezielt kürzen.

Orientierung für Deutschland und Mitteleuropa. Standort, Witterung, Art und Sorte verschieben die Zeitfenster; bei Zimmer- und Kübelpflanzen zählt auch das Winterquartier.

Ihr Pflegeplan im Jahreslauf

  • Feuchte kontrollieren

    Monate: Jan · Feb · Mär · Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep · Okt · Nov · Dez

    Im warmen Wachstum durchdringend gießen und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Vor der nächsten Gabe die obere Substratschicht prüfen; im kühlen Winterquartier deutlich sparsamer, ohne den Ballen völlig austrocknen zu lassen.

  • Wachstum gezielt versorgen

    Monate: Apr · Mai · Jun · Jul · Aug · Sep

    Vordüngung und Wurzelzustand berücksichtigen. Die genaue Verdünnung und Anwendungsgrenzen stehen am verknüpften Produkt. Dosierung: 5 ml auf 1,5 Liter Wasser. Alle 1–2 Wochen während der Vegetationsphase. April–September.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Wurzelraum vorbereiten

    Monate: Mär · Apr · Mai

    Zeitpunkt nach Art und Wachstum wählen, Substrat und Wasserabzug kontrollieren. Den vollständigen Ablauf am verknüpften Substrat beachten.

    Dosierung und Anwendung zum Produkt →
  • Durch den Winter begleiten

    Monate: Okt · Nov · Dez · Jan · Feb · Mär

    Vor Frost in ein helles Winterquartier bringen; weniger gießen und die Ballenfeuchte trotzdem kontrollieren.

Die markierten Monate sind Orientierung, keine festen Termine. Beobachten Sie Pflanze, Ballen und Witterung; Gießen, Düngen und Umtopfen richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.

Pflegeintensität im Jahresverlauf

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Saisonale Orientierung für Deutschland. Standort, Witterung und Art bestimmen den Bedarf. Auch im Winter die Feuchte prüfen; die Markierungen sind kein Düngeplan.

Hauptpflege Aktiv Reduzierte Pflege

Pflege-Tipps

  • Kalender für Deutschland/Mitteleuropa; Art, Wetter und Standort können Termine verschieben. Vor Frost in ein helles Winterquartier bringen; weniger gießen und die Ballenfeuchte trotzdem kontrollieren.

Früchte & Ernte

Frucht- und Samenbildung

Die farbigen papierartigen Teile sind Hochblätter, keine Früchte. Die eigentlichen Blüten sind klein; nach Bestäubung kann sich eine unauffällige, trockene, schmale Frucht bilden.

Ernte und Verwendung

Keine übliche Nahrungsernte. Im Kübel steht der farbige Hochblattschmuck im Mittelpunkt. Samenansatz ist für die weitere Pflege nicht nötig; für gleichbleibende Sorteneigenschaften wird die Pflanze vegetativ vermehrt.

Pflanzenwissen auf einen Blick

Standort, Nutzen & Besonderheiten

Standort & Boden

Sonnig, warm und windgeschützt. Ein Kübel mit freiem Abzug und luftführendem Substrat erleichtert die Feuchtesteuerung.

Besonderheiten

Die auffällige Farbe stammt von Hochblättern. Die kleinen eigentlichen Blüten stehen oft zu dritt zusammen.

Nutzen

Eine blühende Rankhilfe oder ein Spalier setzt auf Terrasse und Balkon einen kräftigen Farbakzent.

Partner & Symbiosen

Die kleinen Blüten können Insekten Nahrung bieten. Eine bestimmte Symbiose muss für normale Kübelkultur nicht zugesetzt werden.

Schnitt & Wuchsform

Kräftige Haupttriebe an der Rankhilfe behalten und kreuzende oder abgestorbene Triebe erkennen.

  1. 1. Ein Gerüst wählen

    Kräftige Haupttriebe an der Rankhilfe behalten und kreuzende oder abgestorbene Triebe erkennen.

  2. 2. Seitentriebe lenken

    Mit sauberem Werkzeug auf eine geeignete Verzweigung zurücknehmen; Dornen beachten.

  3. 3. Licht im Inneren erhalten

    Neue Triebe locker anbinden und einen dichten Knäuel vermeiden; stark geschwächte Pflanzen erst erholen lassen.

Handelsformen

Diese Übersicht erklärt gärtnerische Angebotsformen. Sie zeigt keine aktuelle Verfügbarkeit im GREEN24-Shop.

Wurzelware

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Wurzelware ist art- und saisonabhängig. Frische Wurzeln bis zur Pflanzung vor Austrocknen schützen.

Ballenware

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Ballenware vor allem bei größeren Gehölzen; Ballen bis zum Pflanzen zusammenhalten.

Containerpflanze

Gängige Form

Durchwurzelte Topf- oder Containerware; Pflanze und Ballen vor dem Kauf prüfen.

Jungpflanze

Gängige Form

Jungpflanzen ermöglichen eine frühe Gestaltung, brauchen aber zunächst Aufbauzeit.

Strauch

Gängige Form

Buschige, mehrtriebige Formen nach natürlichem Wuchs und Platzangebot auswählen.

Stammbusch

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Stammbusch oder von unten verzweigte Form nur bei geeigneten Gehölzarten.

Halbstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Halbstamm mit klarer Krone je nach Art und Angebot; Stamm und Kronenansatz prüfen.

Hochstamm

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Hochstammformen benötigen ausreichend Raum und passende Standfestigkeit.

Formgehölz

Gezielt beim Fachbetrieb erfragen

Formgehölze benötigen regelmäßige artgerechte Pflege; die Form ist kein Artname.

Vermehrung & Veredelung

Vermehrung

Halbreife Stecklinge können unter warmen, geschützten Bedingungen bewurzeln; eine Sorteneigenschaft bleibt bei Samen nicht sicher erhalten.

Veredelung

Meist vegetativ vermehrt. Mehrfarbige veredelte Handelsformen sind möglich; Etikett und Veredelungsstellen prüfen.

Arten & Sorten

Bougainvillea glabra

Kleinere Blätter, häufige Grundlage von Kübel- und Bonsai-Formen.

Bougainvillea spectabilis

Kräftiger Wuchs, oft deutlich behaarte Blätter; Platzbedarf beachten.

Hybriden

Farbe, Wuchskraft und Blühverhalten unterscheiden sich; Sortenetikett erhalten.

Schädlinge & Krankheiten

Die Merkmale helfen bei der ersten Einordnung. Mehrere Ursachen können ähnlich aussehen; eine Behandlung setzt eine passende Diagnose voraus.

Standort & Wasser zuerst

Sonnig, warm und windgeschützt. Ein Kübel mit freiem Abzug und luftführendem Substrat erleichtert die Feuchtesteuerung.

Schädlinge erkennen

An jungen Trieben auf Blattläuse, an Blattunterseiten auf Milben oder Schildläuse achten.

Schadbilder einordnen

Bei lang anhaltender Nässe Wurzeln und Wasserabzug prüfen; weiche dunkle Wurzeln nicht mit mehr Dünger behandeln.

Winterhärte · USDA

USDA beschreibt ein Klima nach langjährigen Winterminima, nicht die sichere Frostgrenze eines einzelnen Topfballens.

Bougainvillea
USDA 9b–10bArtbeispiel; Sorte, Alter und Standort berücksichtigen.

USDA-Zonen beschreiben langfristige mittlere Winterextreme. Kübel, Jungpflanzen, Nässe, Wind und Spätfrost erfordern eine eigene Einschätzung.

USDA-Zonen und Landkarten verstehen →

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