· GREEN24 Redaktion

Wenn das Laub fällt: Johannisbeeren aus Steckholz ziehen

Nach dem Laubfall beginnt die Zeit für Johannisbeer-Steckholz. So wählen Sie gesundes Holz, schneiden oben und unten eindeutig und setzen die Triebe richtig ein.
Vorbereitete Steckhölzer von Johannisbeersträuchern liegen neben einem Topf; ein Trieb steckt bereits tief in lockerer Erde.

Wenn Johannisbeeren ihre Blätter abwerfen, beginnt ein stilles Vermehrungsfenster: Aus gesundem, diesjährigem Holz lassen sich Steckhölzer gewinnen. Entscheidend sind nicht viele Handgriffe, sondern der richtige Zeitpunkt, eine eindeutige Schnittorientierung und Geduld bis zum nächsten Herbst.

Saubere Schnitte, klare Richtung

Für die etwa bleistiftstarken Triebe genügt ein scharfes, sauberes Werkzeug. Das klappbare OTTER 127 Stecklingsmesser besitzt eine 5,5 cm lange Kohlenstoffstahlklinge und ist laut Produktbeschreibung für Schnittarbeiten bei der Stecklingsvermehrung gedacht. Als Auslaufartikel ist es nur verfügbar, solange Restbestand vorhanden ist – den aktuellen Status bitte direkt auf der Produktseite prüfen.

Unverändertes Originalproduktbild des klappbaren OTTER 127 Stecklingsmessers
OTTER 127 Stecklingsmesser: Details und aktuelle Verfügbarkeit auf der Produktseite prüfen.

Sicherheit: Schneiden Sie stets vom Körper weg und halten Sie die Finger aus der Schnittlinie. Das Messer nach Gebrauch reinigen, trocknen und sicher einklappen. Dickes Holz nicht mit Kraft erzwingen.

Die Mutterpflanze entscheidet mit

Wählen Sie einen jungen, gesunden Johannisbeerstrauch ohne auffällige Verfärbungen, Triebschäden oder Krankheitszeichen. Geeignet ist kräftiges, im laufenden Jahr gewachsenes Holz: bereits verholzt, aber noch biegsam. Die weiche Triebspitze wird entfernt. Von alten oder sichtbar kranken Pflanzen sollte nicht vermehrt werden, weil Probleme mit dem Steckholz weitergegeben werden können.

Johannisbeer-Steckholz in fünf Schritten

  1. Trieb wählen: Nach dem Laubfall einen gesunden, diesjährigen Trieb schneiden.
  2. Auf etwa 20 cm kürzen: Das obere Ende knapp über einer Knospe leicht schräg schneiden. So läuft Wasser ab und oben bleibt sofort erkennbar.
  3. Unten gerade schneiden: Den Basisschnitt knapp unter einer Knospe gerade setzen. Das Steckholz nicht verkehrt herum pflanzen.
  4. Zwei Drittel einsetzen: In lockeres, gut drainiertes Substrat oder ein geschütztes Beet stecken. Nur wenige Knospen bleiben über der Oberfläche.
  5. Andrücken und beschriften: Erde sanft anlegen und Sorte sowie Datum notieren. Unbelaubte Steckhölzer sehen sich später erstaunlich ähnlich.

Topf oder Beet?

Für wenige Steckhölzer eignet sich ein tiefer Topf mit torffreiem, strukturstabilem und gut drainierendem Vermehrungssubstrat. Er steht geschützt im kalten Kasten oder ungeheizten Gewächshaus. Im Garten ist ein windgeschützter Platz mit durchlässigem Boden sinnvoll. Staunässe ist ebenso ungünstig wie vollständiges Austrocknen.

Warten statt ziehen

Halten Sie das Substrat gleichmäßig leicht feucht. Nach Frost kann gelockerte Erde vorsichtig wieder angedrückt werden. Ziehen Sie nicht regelmäßig am Holz, um nach Wurzeln zu sehen: Die Schnittfläche bildet über Winter zunächst Wundgewebe, die Wurzelentwicklung folgt später. Das Steckholz bleibt idealerweise bis zum folgenden Herbst an seinem Platz. Nicht jedes Stück bewurzelt sich – eine Garantie gibt es nicht.

OTTER 127 Stecklingsmesser: Produktdetails ansehen

Fachliche Grundlage: Royal Horticultural Society, Hardwood Cuttings und How to grow redcurrants. Stand der Prüfung: 11.10.2026.

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