Netzschwefel ASULFA JET 100g
Asulfa Jet (Netzschwefel) Mehltau-Frei 10 x 10g = 100g Gesamt Bewährtes Mittel - Spritzpulver gegen Echte Mehltaupilze an Gemüse, Obst und Zierpflanzen sowie an Reben. Obst: gegen Schorf und Echten Mehltau abfallend zur Blüte: 7-2 Portionsbeutel in 10 l Wasser (0,7 bis 0,2 %ig). Gegen Amerikanischen Stachelbeermehltau: 4-5 Portionsbeutel in 10 l Wasser (0,4 bis 0,5 %ig). Weinreben: gegen Echten Mehltau 3-4 Portionsbeutel (0,2-0,9%ig) Gemüse: gegen Echten Mehltau an Gurken und Erbsen: 3 Portionsbeutel in 12 l Wasser für 200 m2. Zierpflanzen: gegen Echten Mehltau 1 Portionsbeutel in 4 l Wasser (0,25 %ig). Hinweise: Gefahrensymbol: Xi
Infos: Echter Mehltau kann durch fachgerechte Düngung kleingehalten« werden. Grundsätzlich gilt: Übermäßige Stickstoffdüngung (egal, ob aus dem eigenen Kompost, aus mineralischen oder organischen Düngern) führt zu weichem, »mastigem« und damit mehltauanfälligem Blattgewebe. Ausreichende Düngung mit Kali und Spurenelementen führt zu festem Gewebe und zu verbesserter Holzausreife und damit zu weniger mehltauanfälligen Pflanzen.
Echte Mehltaupilze (der weiße Belag ist blattober- und blattunterseits und überzieht auch Blüten und Früchte der befallenen Pflanze) sind typische »Schönwetterpilze« und vermehren sich besonders rasant bei warmem, schönem Wetter. Da bei schwülem Wetter oft verschiedene Pflanzenarten weiße Mehltaubeläge aufweisen, wird oft angenommen, dass es sich um denselben Pilz handelt. Das ist allerdings nicht der Fall. Denn fast jede Pflanze hat ihren ganz speziellen »Echten Mehltau«. So kann z. B. der Rosenmehltau nicht Begonien befallen oder umgekehrt.
Auch gegen Schrotschuss, Schrotschusskrankheit.
Asulfa Jet Mehltau-Frei schützt Stachelbeeren, Kernobst, Gurken, Erbsen, Wurzel- und Knollengemüse, Zierpflanzen und Reben (z.B. an der Pergola) vor Echten Mehltaupilzen bzw. Schorf durch einen langanhaltenden Schutzbelag, der die Sporen der Pilze am Auskeimen und damit ein Fortschreiten der Krankheit verhindert. Durch die Behandlung gegen die Pilze wird auch eine beachtliche Nebenwirkung gegen Spinnmilben erzielt.
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen:
Schadorganismus/Zweck Kulturart/Objekt Amerikanischer Mehltau Stachelbeeren Echte Mehltaupilz-Arten Zierpflanzen Echter Mehltau Erbse, Kernobst, Gurke,Wurzel- und Knollengemüse Echter Mehltau (Uncinula necator) Weinreben (Kelter- und Tafeltrauben) Schorf Kernobst
Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle. (NW468) Die Anwendungsbestimmung, mit der ein Abstand zum Schutz von Oberflächengewässern festgesetzt wurde, gilt nicht in den durch die zuständige Behörde besonders ausgewiesenen Gebieten, soweit die zuständige Behörde dort die Anwendung genehmigt hat. (NW604)
Für die Anwendung in Kernobst gilt: Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich Wasser führende, aber einschließlich periodisch Wasser führender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern,
§ 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden (NW608): Kernobst_____________________________________10 m
Anwendung Obst
Kernobst Gegen Schorf und Mehltau mit befallsmindernder Wirkung auf Spinnmilben vor der Blüte 35 g je 100 m2 in maximal 5 l / 100 m2 und je m Kronenhöhe Wasser (0,7 %) abfallend zur Blüte auf 25 g je 100 m2 in maximal 5 l / 100 m2 und je m Kronenhöhe Wasser (0,5 %) nach der Blüte 20 g je 100 m2 in maximal 5 l / 100 m2 und je m Kronenhöhe Wasser (0,4 %) abfallend auf 10 g je 100 m2 in maximal 5 l / 100 m2 und je m Kronenhöhe Wasser (0,2 %).
Asulfa Jet Mehltau-Frei Max. 14 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr spritzen oder sprühen. Schorf: bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis. Mehltau: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome. Asulfa Jet Mehltau-Frei ist gegenüber den meisten Apfelsorten gut verträglich. Bei schwefelempfindlichen Apfelsorten wie z.B. Berlepsch, Cox Orange und Ontario die Hinweise des amtlichen Pflanzenschutzdienstes beachten. Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung Schäden an den Kulturpflanzen auftreten. (WP732) Berostung bei empfindlichen Sorten möglich. (WP7371) Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich. (WP740)
Beerenobst Gegen Amerikanischen Stachelbeermehltau an Stachelbeeren vor dem Austrieb 50 g je 100 m2 in 10 l / 100 m2 Wasser (0,5 %) nach dem Austrieb 40 g je 100 m2 in 10 l / 100 m2 Wasser (0,4 %) max. 6 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr spritzen oder sprühen ab Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Konzentration im Obstbau: 1 Beutel (10 g) in 10 l Wasser entspricht 0,1 % und reicht aus zur Behandlung von 100 m2.
Weinreben (Kelter- und Tafeltrauben) Gegen Echten Mehltau (Uncinula necator) vor der Blüte (Rebstadium 09�61) ES 09: 36 g je 100 m2 in maximal 4 l / 100 m2 Wasser ES 61: 48 g je 100 m2 in maximal 8 l / 100 m2 Wasser (0,9�0,6 %) nach der Blüte (Rebstadium 71�75) ES 71: 24 g je 100 m2 in maximal 12 l / 100 m2 Wasser ES 75: 32 g je 100 m2 in maximal 16 l / 100 m2 Wasser (0,2 %) max. 8 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr spritzen oder sprühen. Wahl der Konzentration entsprechend den Aufrufen des örtlichen Rebschutzdienstes oder nach Befallslage.
Konzentration in Reben: 1 Beutel (10 g) in 10 l Wasser entspricht 0,1 %.
Gemüse Gurken (Freiland) Gegen Echten Mehltau (Sphaerotheca fuliginea und Erysiphe cichoracearum) 15 g je 100 m2 in 6 l / 100 m2 Wasser, Behandlungen im Abstand von 6�8 Tagen, max. 6 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr spritzen ab Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Erbsen Gegen Echten Mehltau 15 g je 100 m2 in 6 l / 100 m2 Wasser, Behandlungen im Abstand von 6�8 Tagen, max. 3 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr spritzen ab Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome. Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden. (WW 750)
Wurzel- und Knollengemüse Gegen Echten Mehltau 15 g je 100 m2 in 6 l / 100 m2 Wasser, Behandlungen im Abstand von 5�7 Tagen, max. 6 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr spritzen ab Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome. In Abhängigkeit von Kultur, Sorte und dem Anbauverfahren können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Vor einem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen. (WP747)
Konzentration im Gemüsebau: 3 Beutel (30 g) in 12 l Wasser reichen aus zur Behandlung von 200 m2, bzw. 1 Beutel (10 g) in 4 l Wasser reichen aus zur Behandlung von 65 m2.
Zierpflanzen (Freiland) Gegen Echten Mehltau Pflanzengröße bis 50 cm 25 g je 100 m2 Pflanzengröße 50 bis 125 cm 37,5 g je 100 m2 Pflanzengröße über 125 cm 50 g je 100 m2 Behandlungen ab Befallsbeginn im Abstand von 6�8 Tagen. Max. 15 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr spritzen bei Befallsbeginn Sichtbarwerden der ersten Symptome Keine Anwendung bei Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung. (WA860)
Konzentration in Zierpflanzen: 1 Beutel (10 g) in 4 l Wasser entspricht 0,25 %.
Verträglichkeit: Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Asulfa Jet Mehltau-Frei den empfohlenen Konzentrationen von folgenden Zierpflanzen, Ziergehölzen und Zierstauden gut vertragen wird: Botanischer Name Deutscher Name Acer Ahorn Ageratum houstonianum Leberbalsam Antirrhinum majus Löwenmaul Aquilegia Hybriden Akelei Asparagus sp. Zierspargel Aster sp. Aster Cheiranthus cheiri Goldlack Crataegus sp. Weiß- und Rotdorn Dahlia Hybriden Dahlie, Georgine Delphinium cultorum Rittersporn Doronicum sp. Gemswurz Freesia refracta Freesie Fuchsia Hybriden Fuchsie Gladiolus Hybriden Gladiole Helleborus niger Christrose Malus sp. Apfelsämlinge Paeonia sp. Pfingstrose Pelargonium sp. Pelargonie Quercus sp. Eiche Rosa sp. Rose Solidago Goldrute Tulipa sp. Tulpe
In der Praxis wurde eine große Anzahl von Rosensorten und eine Vielzahl von Zierpflanzen, Ziergehölzen und Zierstauden mit Asulfa Jet Mehltau-Frei behandelt. Da jedoch bei der großen Zahl der Arten mit ihren Sorten unterschiedliche Verträglichkeiten auftreten können, empfiehlt es sich, vor der Spritzung des gesamten Bestandes die Empfindlichkeit an einzelnen Pflanzen bei den gegebenen Wachstumsbedingungen zu prüfen. Beobachtungszeitraum: 10-12 Tage. Chrysanthemen nicht behandeln!
Anwendungstechnik: Pflanzen gleichmäßig (auch Blattunterseiten) einsprühen. Spritzbrühe restlos ausbringen. Nach Einsatz Spritzgeräte mit Wasser gründlich reinigen. Mischbarkeit: Asulfa Jet Mehltau-Frei ist mischbar mit Insektiziden wie z.B. Pyreth Natur-Insektizid, sollte aber nicht mit Mineral-Ölen wie z.B. Para Sommer S Schildlaus-Frei gemischt werden. Bei Mischungen grundsätzlich die Gebrauchsanleitung der Mischpartner beachten. Mischungen umgehend ausbringen. Bei sehr heißem Wetter mit intensiver Sonneneinstrahlung sollte nicht gespritzt werden. Behandlungen in die frühen Morgenstunden, besser noch in die Abendstunden verlegen.
Wartezeit: Kernobst, Stachelbeeren, Erbsen, Wurzel- und Knollengemüse 7 Tage Weinrebe (Keltertrauben) 56 Tage Weinrebe (Tafeltrauben) 28 Tage Gurken (Freiland) 3 Tage Zierpflanzen ohne Bedeutung (N)
Anwendung: März bis Oktober Sichtbarwerden der ersten Symptome. Keine Anwendung bei Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung. (WA860)
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